Welcher Bustyp zu Ihrer Route passt, was im freigestellten Schülerverkehr rechtlich gilt und worauf Sie beim Gebrauchtkauf achten sollten — von einem Händler, der die Fahrzeuge selbst im Hof stehen hat.
Für den Schülerverkehr auf Landstrecken ist der Überlandbus die klassische Wahl, für schmale Dorfstraßen ein Midibus und für stadtnahe Routen mit vielen Haltestellen ein Niederflur-Linienbus. Gebrauchte geeignete Fahrzeuge beginnen bei uns bei 22.500 € netto.
Rechtlich entscheidend ist, ob Sie freigestellten Schülerverkehr fahren — dann brauchen Sie keine PBefG-Genehmigung, aber ein Schulbusschild nach §33 BOKraft vorn und hinten. Eine Gurtpflicht besteht in Bussen über acht Plätzen nicht; sind Gurte verbaut, müssen sie aber benutzt werden.
Es gibt nicht den einen Schulbus. Entscheidend sind Ihre Route, die Zahl der Kinder und ob alle sitzen sollen. Hier ist die ehrliche Zuordnung.
| Bustyp | Wofür er sich eignet | Eignung |
|---|---|---|
| Überlandbus Setra S 417/419 UL | Der Klassiker im Schülerverkehr: viele Sitzplätze, hohe Bestuhlung, robuste Technik und ausgelegt auf lange Landstrecken zwischen Ortschaften. Wenn jedes Kind sitzen soll, ist das die richtige Wahl. | Sehr gut |
| Midibus Mercedes-Benz Citaro K | Kürzer und wendiger — für schmale Dorfstraßen, enge Wendeplätze und kleine Routen mit wenigen Kindern. Wo ein 12-Meter-Bus nicht durchkommt. | Sehr gut |
| Linienbus Citaro C2, Otokar Kent C | Niederflur, breite Türen, schnelles Ein- und Aussteigen. Ideal für stadtnahe Routen mit vielen Haltestellen. Stehplätze sind hier zulässig. | Gut |
| Gelenkbus Citaro G | Höchste Kapazität für stark ausgelastete Routen zu Stoßzeiten. Braucht aber Platz zum Rangieren und einen geübten Fahrer. | Gut |
| Doppeldecker Volvo B9TL | Sehr viele Sitzplätze auf kurzer Fahrzeuglänge. Treppe und Aufsicht im Oberdeck sind bei jüngeren Kindern aber ein Thema — in Deutschland eher die Ausnahme. | Bedingt |
| Reisebus Travego, Volvo 9700 | Komfort und serienmäßige Gurte, dafür teurer und mit nur einer Tür langsamer beim Ein- und Aussteigen. Sinnvoll, wenn derselbe Bus auch Klassenfahrten übernimmt. | Bedingt |
Einschätzung aus der Praxis. Maßgeblich sind Ihre Route, die Kinderzahl und die Vorgaben Ihres Auftraggebers — wir gehen das gern mit Ihnen durch.
Diese Unterscheidung bestimmt, welche Genehmigungen Sie brauchen — und sie sollte vor dem Fahrzeugkauf geklärt sein, nicht danach.
| Freigestellter Schülerverkehr | Linienverkehr (ÖPNV) | |
|---|---|---|
| Genehmigung | Von der Genehmigungspflicht des PBefG freigestellt — geregelt in der Freistellungsverordnung. | Genehmigung nach dem Personenbeförderungsgesetz erforderlich. |
| Voraussetzung | Die Beförderung erfolgt zum und vom Unterricht und die Betriebskosten werden in vollem Umfang vom Schulträger getragen. | Öffentlich zugänglich, nach Fahrplan und Tarif. |
| Typischer Fall | Es fährt keine Linie zur Schule — der Schulträger bestellt einen eigenen Verkehr. | Kinder nutzen die normale Linie, oft mit Verstärkerfahrten. |
| Schulbusschild | Pflicht, wenn das Fahrzeug besonders für die Schülerbeförderung eingesetzt ist. | Bei Verstärkerfahrten mit überwiegend Schülern ebenfalls üblich. |
| Stehplätze | Zulässig in Kraftomnibussen mit mehr als acht Fahrgastplätzen. | Zulässig. |
| Gurtpflicht | Keine Gurtpflicht in Bussen mit mehr als acht Plätzen — aber: sind Gurte verbaut, müssen sie angelegt werden. | Gleiche Regel. |
Die Einordnung entscheidet darüber, welche Genehmigungen Sie brauchen. Klären Sie sie mit dem Schulträger, bevor Sie ein Fahrzeug kaufen — sie beeinflusst auch, welcher Bustyp sinnvoll ist.
Wer Schüler befördert, muss das Fahrzeug kennzeichnen. Die Regeln stehen in der Verordnung über den Betrieb von Kraftfahrunternehmen im Personenverkehr (BOKraft).
In Kraftomnibussen mit mehr als acht Fahrgastplätzen besteht im Linienverkehr und im freigestellten Schülerverkehr keine Gurtpflicht. Sind im Fahrzeug aber Gurte verbaut, müssen sie angelegt werden — und dann dürfen keine Stehplätze mehr genutzt werden.
Das hat direkte Folgen für die Kapazität Ihrer Route. Prüfen Sie vor dem Kauf, was der Vertrag mit dem Schulträger verlangt: manche Auftraggeber schreiben ausdrücklich gurtausgerüstete Fahrzeuge und ausschließlich angegurtete Fahrgäste vor.
Nähert sich ein Bus mit eingeschaltetem Warnblinklicht einer Haltestelle, darf er nicht überholt werden. Hält er dort mit Warnblinklicht, ist das Vorbeifahren nur mit Schrittgeschwindigkeit erlaubt — und zwar auch für den Gegenverkehr auf derselben Fahrbahn. Ein Verstoß kostet mindestens 60 Euro und einen Punkt. Für Sie als Betreiber heißt das: die Warnblinkanlage muss funktionieren und konsequent benutzt werden.
Der beste Bus nützt nichts ohne passend qualifiziertes Personal — und Fahrermangel ist im Schülerverkehr der häufigste Engpass.
Für Kraftomnibusse mit mehr als acht Fahrgastplätzen ist die Klasse D erforderlich. Sie ist befristet und muss regelmäßig mit ärztlicher Untersuchung verlängert werden.
Wer gewerblich Personen befördert, braucht zusätzlich die Fahrerqualifikation nach dem Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz, eingetragen als Schlüsselzahl 95 — alle fünf Jahre durch Weiterbildung aufzufrischen.
Ein- und Aussteigen, Aufsicht an der Haltestelle und Verhalten im Fahrzeug sind im Schülerverkehr Teil der Aufgabe. Rechnen Sie Einarbeitungszeit ein, gerade bei Gelenk- oder Doppeldeckerbussen.
Hat nicht jeder Fahrgast einen Sitzplatz, darf der Bus höchstens 60 km/h fahren. Das beeinflusst Ihre Fahrplanung auf längeren Landstrecken spürbar.
Sechs Punkte, die im Schülerverkehr über Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit entscheiden. Gehen Sie sie bei jeder Besichtigung durch — bei uns gern gemeinsam.
Rechnen Sie mit Spitzenauslastung, nicht mit dem Durchschnitt. Ein Bus, der an drei Tagen die Woche zu klein ist, kostet Sie den Auftrag.
Gurte sind im Schülerverkehr über acht Plätzen nicht vorgeschrieben. Sind sie aber verbaut, müssen sie benutzt werden — und dann sind keine Stehplätze mehr erlaubt. Prüfen Sie, was Ihr Auftraggeber vertraglich verlangt.
Bei jüngeren Kindern zählen niedrige Einstiegshöhe, gute Spiegel und freie Sicht auf den Einstiegsbereich mehr als Motorleistung.
Fragen Sie nach dem letzten HU-Bericht und ob TÜV bei Übergabe neu gemacht wird. Bei uns steht der HU-Stand offen auf jeder Fahrzeugseite — auch wenn er abgelaufen ist.
Prüfen Sie, ob die Route durch Umweltzonen führt. Euro 6 ist zukunftssicher, Euro 5 kann je nach Kommune eingeschränkt sein.
Ein Schulbus muss jeden Schultag fahren. Klären Sie vor dem Kauf, wie schnell Sie für das Modell an Teile und einen Werkstatttermin kommen.
Alle Fahrzeuge stehen in Hamburg und können besichtigt und Probe gefahren werden. Preise netto, Stand 04.08.2026. Sie brauchen mehrere Fahrzeuge für eine Ausschreibung? Sprechen Sie uns an — wir haben laufend Busse im Zulauf.
Das hängt von Bustyp, Baujahr, Laufleistung und Sitzplatzzahl ab. In unserem Bestand in Hamburg liegen geeignete Fahrzeuge aktuell zwischen 22.500 € und 72.000 € netto — ein Mercedes-Benz Citaro K Midibus beginnt bei 22.500 €, ein Setra S 417/419 UL Überlandbus mit 62 Sitzplätzen liegt bei rund 72.000 €. Sagen Sie uns Ihre Route und Ihr Budget, dann suchen wir gezielt.
Für längere Landstrecken ist der Überlandbus die klassische Wahl: viele Sitzplätze, robuste Technik und hohe Bestuhlung. Für schmale Dorfstraßen und kleine Routen ist ein Midibus besser geeignet. Auf stadtnahen Strecken mit vielen Haltestellen punktet ein Niederflur-Linienbus, weil das Ein- und Aussteigen schneller geht.
In Kraftomnibussen mit mehr als acht Fahrgastplätzen besteht im Linienverkehr und im freigestellten Schülerverkehr keine Gurtpflicht. Wichtig ist aber die Umkehrung: Sind Gurte im Fahrzeug verbaut, müssen sie angelegt werden — und dann dürfen keine Stehplätze mehr genutzt werden. Bei Kleinbussen bis acht Plätzen sowie bei Taxen und Mietwagen gilt die Gurtpflicht immer.
Ja. Stehplätze sind in Kraftomnibussen mit mehr als acht Fahrgastplätzen zulässig, die im öffentlichen Personennahverkehr oder im freigestellten Schülerverkehr eingesetzt werden. Im Gelegenheitsverkehr sind sie dagegen nicht erlaubt. Hat nicht jeder Fahrgast einen Sitzplatz, darf der Bus höchstens 60 km/h fahren.
Fahrzeuge, die besonders für die Schülerbeförderung eingesetzt sind, müssen nach §33 BOKraft an Stirn- und Rückseite ein Schulbusschild nach Anlage 4 führen — quadratisch mit 600 mm Seitenlänge. Bei Fahrzeugen für sieben bis neun Personen genügt hinten ein Schild mit mindestens 400 mm Seitenlänge. Bei anderen Fahrten darf das Schild nicht gezeigt werden.
Freigestellter Schülerverkehr ist die Beförderung von und zum Unterricht, die von der Genehmigungspflicht des Personenbeförderungsgesetzes freigestellt ist. Voraussetzung ist, dass die Betriebskosten in vollem Umfang vom Schulträger getragen werden. Eingerichtet wird er typischerweise dort, wo keine Linienbusse zur Schule fahren.
Für Kraftomnibusse ist die Führerscheinklasse D erforderlich. Wer gewerblich Personen befördert, braucht zusätzlich die Fahrerqualifikation nach dem Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz, eingetragen als Schlüsselzahl 95. Diese muss alle fünf Jahre durch Weiterbildung aufgefrischt werden.
Nach §20 StVO darf ein Bus, der sich mit eingeschaltetem Warnblinklicht einer Haltestelle nähert, nicht überholt werden. Hält er mit Warnblinklicht an der Haltestelle, ist das Vorbeifahren nur mit Schrittgeschwindigkeit erlaubt — das gilt auch für den Gegenverkehr auf derselben Fahrbahn. Verstöße kosten mindestens 60 Euro und einen Punkt.
Ja. Wir liefern EU-weit und organisieren auf Wunsch Export- und Zulassungsunterlagen. Innerhalb der EU liefern wir bei gültiger USt-IdNr. steuerfrei. Rufen Sie uns an unter +49 173 9551991 oder schreiben Sie uns per WhatsApp.
Sagen Sie uns Ihre Route, die Kinderzahl und Ihr Budget — wir sagen Ihnen ehrlich, welches Fahrzeug dazu passt. Auch wenn es gerade nicht bei uns im Hof steht.